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Symbol der Freude und Spiritualität

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Emblem der in Tibet vereinten Vielfalt

Die tibetische Nationalflagge ist in Tibet verboten. Ihr Zurschaustellen, ja allein ihr Besitz gilt als „konterrevolutionärer Akt“ und damit als Verbrechen gegen die Volksrepublik China und wird mit mehrjähriger Haft bestraft.

Die Symbolik der tibetischen Nationalflagge

  1. Das weiße Dreieck im Zentrum der Flagge, ein schneebedeckter Berg, symbolisiert Tibet: das von hohen Bergen umgebene Land „auf dem Dach der Welt“.
  2. Die über dem Gipfel des Schneebergs aufgehende strahlende Sonne steht für die Freude, die alle Lebewesen in Tibet empfinden an Freiheit, geistiger Zufriedenheit und materiellem Wohlergehen.
  3. Die sechs davon ausgehenden roten Strahlen auf dem blauen Grund des Himmels repräsentieren die sechs ursprünglichen Ahnen des tibetischen Volks: die Se, Mu, Dong, Tong, Dru und Ra. Sie sind als 'die sechs Stämme' bekannt sind.
  4. Der Wechsel der roten Farbstrahlen für die Volksstämme mit der dunkelblauen Farbe des Himmels soll an die beiden alten Schutzgottheiten Tibets, Palden Lhamo und Tschamsi, erinnern, die unermüdlich die Lehre und das weltliche Leben schützen.
  5. Vor dem Schneeberg sind zwei Schneelöwen aus der tibetischen Mythologie zu sehen. Diese furchtlosen Tiere stellen die Errungenschaft Tibets dar, weltliches und spirituelles Lebens erfolgreich miteinander vereint zu haben.
  6. Die Schneelöwen halten ein flammendes dreifarbiges Juwel hoch, das die Verehrung symbolisiert, die das tibetische Volk den „Drei Kostbaren Juwelen“ entgegenbringt: dem Buddha, dem Dharma [seiner Lehre] und der Sangha [der buddhistischen Gemeinde].
  7. Das zweifarbige Juwel, das die beiden Schneelöwen unten halten, steht für das Bewahren und das Wertschätzen des richtigen ethischen Verhaltens, gemäß den Prinzipien, die in den 'Zehn Tugendhaften Handlungen' und den 'Sechzehn Regeln der Menschlichen Moral' überliefert sind.
  8. Der nach rechts offene gelbe Rand symbolisiert die Verbreitung in alle Richtungen und das Aufblühen in allen Zeiten der wie reines Gold strahlenden Lehre Buddhas.

Tibetische Nationalflagge

Die Entstehungsgeschichte der Flagge

Die tibetische Flagge ist eng mit der Geschichte und der Dynastie der Könige Tibets verbunden. Im Tibetischen Königsjahr 820, im siebten Jahrhundert christlicher Zeitrechnung, zur Zeit des großen religiösen Königs Songtsen Gampo, wurden weite Gebiete des tibetischen Territoriums in größere und kleinere Distrikte – Gö-kyi tong-de und Yung-gi mi-de genannt – aufgeteilt. Aus diesen Distrikten wurde eine starke Armee zusammengestellt und zur Sicherheit der Tibeter entlang der Grenze stationiert.

Zu dieser Zeit soll das Regiment von Yö-ru tö eine Militärstandarte mit zwei sich gegenüberstehenden Schneelöwen besessen haben, Yä-ru-mä eine Standarte mit einem Schneelöwen und einer leuchtenden Begrenzung darüber, die von Tzang rulag hatte einen Schneelöwen, der aufgerichtet stand und dabei war, in den Himmel zu springen. Die Fahne von U-ru tö zeigte eine weiße Flamme vor einem roten Hintergrund und so weiter.

In dieser Weise hatten die Regimenter jeder Gegend ihre eigenen Militärstandarten. In Fortsetzung dieser Tradition hatten die verschiedenen Regimenter in der tibetischen Armee bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Militärfahnen mit entweder einem einander zugewandten Schneelöwen-Paar oder einem springenden Schneelöwen.

Gegen Ende dieser Epoche, während der Regentschaft des 13. Dalai Lama, führte dieses außergewöhnliche geistliche und weltliche Oberhaupt Tibets in Übereinstimmung mit internationalen Gepflogenheiten viele Veränderungen in der Verwaltungspolitik ein. Ausgehend von den vorhandenen Militärflaggen entwickelte Seine Heiligkeit der Dalai Lama diese weiter und machte daraus die heutige Nationalflagge. In einer offiziellen Proklamation erklärte er sie zur einheitlichen tibetischen Staatsflagge. Die Wahl der Farben symbolisiert alle Aspekte Tibets, seine geographischen Besonderheiten, die Bräuche und Traditionen der tibetischen Gesellschaft.

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