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Eine andere Geschichte, was anderes ...

Brotkrümmel :: www » de » Blog » 2004 » Herbst

Abhandlungen, Kommentare und Kataloge, thematische Ausstellungen und Kunstbücher versuchen, uns durch verschiedne Kunstrichtungen, Zeitalter und Weltgegenden zu führen. Aber was wir sehen, wenn wir durch ein Museum schlendern, einen Kunstband durchblättern oder bewegten Bildern auf der Leinwand folgen, entzieht sich letzlich solchen Eingrenzungen. Wir sehen ein Bild durch seinen Kontext definiert, sei es über den Maler und sein Umfeld Bescheid wissen, sei es daß wir eine Vorstellung von den Ereignissen haben, die ihm prägten. Und wenn uns der zeitliche Abstand bewusst ist, können wir darauf achten, dieses Wissen nich durch unseren eigenen Seheindruck zu verfälschen. Aber am Ende sehen wir weder das Gemälde in seinem ursprünglichen und dinglichen Zustand noch ein Kunstwerk, das sich in die Museumsführer vorgegebenen Kordinaten fügt. Was wir sehen, ist die Übersetzung des Bildes in unsere eigene Wahrnehmung. Wie Bacon bemerkte, können wir leider (oder zum Glück) nur sehen, was wir in der einen oder anderen Gestalt bereits kennen – so wie wir nur eine Sprache verstehen, deren Wortschatz und Grammatik wir beherrschen.

Aus Alberto Manguel, Bilder lesen. Eine geschichte der Liebe und des Hasses, Rohwolt Taschenbuch Verlag, 2002.

* Nicht übersetzte Seite

Gedenktag der Reformation: 31. Oktober

Am 31. Oktober 1517 schlug Dr. Martin Luther 95 Thesen wider den Ablaßhandel an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg.

Diese Tür diente damals der Wittenberger Universität als sog. Schwarzes Brett. Von daher ist es sehr wahrscheinlich, daß es sich so zugetragen hat, obwohl es keine eindeutigen historischen Beweise für diese Tat gibt. Dennoch heißt seitdem diese Tür der Schloßkirche "Thesentür". Die Protestanten in aller Welt feiern diesen Tag als einen besonderen Feiertag der Erneuerung der Kirche. In Wittenberg wird der 31. Oktober jeden Jahres mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Festgottesdienste in der Stadt- und Schloßkirche, ein Mittelaltermarkt auf dem Marktplatz, eine wissenschafliche Disputation in der alten Universität "Leucorea", der Auszug des Akademischen Senats der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, Konzerte in den Kirchen, Aktionen und Kabarett in den Cranach-Häusern und vieles mehr wartet auf ca. 15.000 Besucher in jedem Jahr.

Altweibersommer und Indian Summer

Der so genannte "Altweibersommer", also sonnige, warme Tage im September und Oktober, hat seinen Namen den in der Luft schwebenden Spinnfäden zu verdanken, die in dieser Zeit besonders gut zu erkennen sind. Durch den Tau, der sich nach den schon sehr kühlen Nächten bildet, glitzern die Fäden im Sonnenlicht und erinnern so an graue oder weiße Haare alter Frauen. Allgemein verbreitet ist übrigens auch die Vorstellung, dass die Fäden den Menschen, an denen sie hängen bleiben, Glück bringen.

Der "Indian Summer" tritt fast zur gleichen Zeit auf wie der Altweibersommer. Hauptsächlich bezeichnet er die herbstliche Schönwetterperiode nach dem ersten Frost im Norden der USA, wird mittlerweile aber auch auf andere Staaten und Regionen übertragen. Sein Hauptkennzeichen sind jedoch nicht die Spinnfäden, sondern die prächtigen Färbungen der verschiedenen Laubbäume, wenngleich der Begriff ursprünglich wohl nichts mit der Laubfärbung zu tun hatte.

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