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Aus: Duden

30-4

Die indoeuropäische Sprachfamilie

Im 19. Jahrhundert konnte durch sprachwissenschaftliche Forschungen nachgewiesen werden, dass zwischen den meisten europäischen Sprachen und dem Altindischen eine enge Beziehung bestehen musste. Das können wir feststellen, wenn wir bestimmte Wörter aus diesen Sprachen miteinander vergleichen:

Mutter : matar : (altindisch) : meter (altgriechisch) : mater (lateinisch) : mother (englisch) : mat' (russisch)

Bruder : bhratr : (altindisch) : phreter (altgriechisch) : frater (lateinisch) : brother (englisch) : brat (russisch)

drei : trayas (altindisch) : treis (altgriechisch) : tres (lateinisch) : three (englisch) : tri (russisch)

neu : nava (altindisch) : neos (altgriechisch) : novus (lateinisch) : new (englisch) : novyj (russisch)

ist : asti (altindisch) : esti (altgriechisch) : est (lateinisch) : is (englisch) : est' (russisch)

An diesen Übereinstimmungen von Form und Bedeutung dieser Wörter ist ganz deutlich zu erkennen, dass diese Sprachen miteinander verwandt sind und dass sie auf eine gemeinsame "Ursprache" zurückgeführt werden können. Diese Ursprache nennt man das Indogermanische (oder das Indoeuropäische). Sie wurde nach den Namen der jeweils am weitesten im Osten (Inder) und Westen (Germanen, Europa) siedelnden Völker benannt.

Aus: Duden Das Herkunftswörterbuch. Mannheim 2001

* Nicht übersetzte Seite

Mehr aus: Duden, 20-4

Kostüm

Am Anfang der Geschichte dieses Fremdwortes steht das lateinische Substantiv "consuetudo" (= "Gewöhnung, Gewohnheit, Herkommen, Brauch, Sitte usw."), das zu lateinisch "consuescere" (= "sich gewöhnen, eine Gewohnheit annehmen") gehört. Auf lateinisch "consuetudo" geht das italienische Substantiv "costume" zurück, das in deutschen Texten seit dem 18. Jahrhundert in der Sprache der Kunst als Bezeichnung nationaler Eigenheiten und Zustände in den verschiedensten kulturellen Bereichen (und deren historisch getreuer Wiedergabe) erscheint. Es konnte sich auf Trachten, Möbel, Waffen, Gebäude und anderes beziehen. Am Ende des 18. Jahrhunderts geriet das Wort unter den Einfluss des gleichfalls aus dem Italienischen stammenden französischen Substantivs "costume", das die Bedeutungsverengung unseres Fremdwortes auf den Bereich der (historischen) Kleidung maßgebend bestimmte. So wurde im 19. Jahrhundert die Bedeutung "Tracht, Kleidung" allein üblich. Daraus entwickelte sich einerseits der Gebrauch im Sinne von "Verkleidung, Maskenanzug", andererseits die sehr junge Bezeichnung einer bestimmten (aus Rock und Jacke bestehenden) Damenkleidung.

Aus: Duden 7, Das Herkunftswörterbuch. Mannheim 2001

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