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Wieder auf der Schnauze fallen :: Prügelknabe

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* Asche Mittwoch :: Ich muss zu Kreuze kriechen

Im Laufe der Zeit bekam ich wieder ein Leben?

Aus: Duden

Genus von Fremdwörtern

Das Geschlecht fremdsprachlicher Wörter kann sich nach unterschiedlichen Kriterien richten:

  • nach dem Geschlecht möglicher deutscher Entsprechungen. Dabei kann es sich um inhaltliche Äquivalenzen (bei synonymen Wörtern) handeln – z. B. "die E-Mail" (zu "die Post") –, aber auch um grammatische: Beispielsweise sind alle englischen Wörter auf "-ing" ("Fixing", "Franchising", "Leasing", "Setting") Neutra, weil sie im Deutschen substantivierten Infinitiven entsprechen.
  • nach der Analogie grammatischer Formen, insbesondere von Wortendungen. So sind z. B. die aus dem Französischen gekommenen Wörter "le garage", "le bagage" im Deutschen Feminina, weil sich mit dem unbetonten Endungs-e in der Regel das feminine Geschlecht verbindet. [...] Wörter auf "-er" (z. B. "Computer", "Plotter", "Streamer") sind im Deutschen meist männlich (vgl. "Denker", "Läufer" usw.).
  • nach dem Wortgeschlecht in der Ausgangssprache (so "der Komplex", "die Ovation", "das Epos"). Demnach können Wörter gleicher Endungen unterschiedliches Geschlecht haben ("der Status", aber "das Corpus"; "der Penis", aber "die Meningitis"). Das Kriterium greift freilich überall dort nur bedingt, wo in einer Ausgangssprache das grammatische Geschlecht anders als im Deutschen unterschieden wird (etwa im Englischen, Französischen und Italienischen). Bei Wörtern aus solchen Sprachen kann das Genus im Deutschen schwanken: "der" oder "das Graffito/Curry/Essay/Pub"; "die" oder (schweiz.) "das Malaise".

Aus: Duden Das Fremdwörterbuch. Mannheim 2001

Mehr aus: Duden, 23-1-04

Die Herkunft des Wortes "Brief"

Mit der Buchstabenschrift, die die Germanen durch die Römer kennen lernten [...], strömte eine Fülle von fremden Bezeichnungen aus dem Lateinischen in unseren Sprachbereich.

Auch das Lehnwort Brief gehört in diesen Zusammenhang. Mittelhochdeutsch, althochdeutsch "brief, briaf" gehen [...] zurück auf vulgärlateinisch "breve (scriptum)" (= "kurzes [Schreiben], Urkunde"), das für klassisch lateinisch "breve" – Neutrum von "brevis" (= "kurz") – steht. Lange Zeit lebte das Wort vorwiegend in der Kanzleisprache und galt dort in der ursprünglichen Bedeutung von "Schreiben, offizielle schriftliche Mitteilung, Urkunde", wie sie noch heute erhalten ist in den Zusammensetzungen "Schuldbrief, Freibrief, Frachtbrief", in dem Kompositum "verbriefen" (= "urkundlich garantieren") und in der Wendung "Brief und Siegel geben".

Die heute übliche gemeinsprachliche Bedeutung entwickelte sich in mittelhochdeutscher Zeit, ausgehend von der schon älteren Zusammensetzung "Sendbrief".

Aus: Duden 7 – Das Herkunftswörterbuch. Mannheim 2001.

Duden ...

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