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Winter und Frühjahr

Brotkrümmel :: www » de » Blog » 2002 » Grimstad

Im Winter konzentrierte ich mich auf meine Arbeit, die Entwicklung dieser Website und die Vorbereitung eines Texts über die Zeit, als Punk nach Norwegen kam. Was ich im Jahre 2001 und im Herbst 2000 machte, ist auf eigenen Seiten beschrieben, während Atteste und eigene Kommentare unter den Lebenslaufseiten die Zeit davor abdecken. Ein Tagebuch im Internet ist faszinierend, und ein bißchen Big Brother-artig. Leider habe ich keine Zeit zu bloggen. Statt dessen kommt eine eigene Webseite, die Zusammenhänge und rote Fäden im Leben deutlich macht.

Arbeit

Im Herbst wurde das ganze Kulturhaus außen gemalt, das Foyer neu hergerichtet, die Türen und Schlösser in Stand gesetzt, und eine neue Alarmanlage installiert. Jetzt wird die Brandsicherheit erhöht, sowohl durch Verbesserungen im Gebäude wie auch durch eine Stärkung der täglichen Routine. Die aktive Brandsicherung, in Form von Feuermeldern und automatischen Funktionen, wird stufenweise aufgestockt. Satzschäden kommen in den meisten Gebäuden vor, und Brandzellen werden nachgedichtet. Kontrollen umfassen Führung von Kabeln, Wasserrohren, Abfluss und Ventilation durch die Wände, Dach und Fußböden. Die Arbeiten werden von Spezialisten ausgeführt, und wir legen alles so zurecht, dass der Betrieb des Hauses gewährleistet bleibt.

280 Quadratmeter Bühne wurden gemalt als die Theatersaison vorbei war. Zur Zeit wird die Lichtanlage überholt und im Juni soll ich an einem Kurs in Bühnentechnik teilnehmen. Die Jahresüberprüfung des Bühnenriggs ging glatt. Aber das Rigg ist alt, und dem Ratschlag der Fachleute folgend verwendete ich im März 2002 ein paar Wochen daran, die Züge zu verbessern. Die Bühne bekommt endlich neue Monitore, die Multikabel wurden überprüft und neu verlötet. Das Rigg, die Sound- und die Lichtanlage werden von den verschiedensten Menschen einer ganz schön harten Behandlung ausgesetzt. Höhepunkt des Frühlings war, als jemand Cola über unseren großen Mixer goss. Das ist schon lange nicht mehr passiert, aber "Sørlandet auf 100" macht's möglich!

* Link in der Katzen-Animation zu einer Seite über Eadweard Muybridge

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Grimstad

Sørlandet ist ein Ferienparadies mit ruhigen Zuständen im Winter. In Grimstad steigt die Bevölkerungszahl gradweise von Ostern an – bis 30.000 statt der normalen 18.000 Einwohner – und im Sommer ist viel Trubel in der Stadt und im Meer. Zu Schulbeginn leert sich die Stadt schnell, letzten Herbst so plötzlich, dass ich mich fragte ob die Stadt über Nacht evakuiert worden war.

Es ist schwierig in Grimstad frischen Kaffee zu bekommen. Aber Laura's Coffee Bar in der Rathausstrasse in Kristiansand hat den zweitbesten Kaffee den ich getrunken habe, nach dem Dromedar in Trondheim. Im Lindvedske Hus am Hafen in Arendal gibt es auch guten Kaffee, aber die Qualität ist nicht ganz so stabil. In beiden Cafes gibt es auch gute Truthahnsandwichs.

Das Klima in Grimstad ist das mildeste, das ich hier im Lande erlebt habe. Der Winter erinnert mich an ein Erlebnis vom Januar 1994. Are Mo stellte seine erste Möbelkollektion in Köln/Cologne aus, und ich bekam den Auftrag die Möbel von Trondheim hinunter zu verfrachten. Auf dem Rückweg hatte ich einen Motorschaden am Landrover, und es dauerte 14 Tage bis die Kolbenstangen aus England kamen. Ich war in Bielefeld in Nordrhein-Westfalen gestrandet und hatte viel Zeit im Teutoburger Wald. (Waldgänger.) So etwas einfaches wie der kontinentale Winter verblüffte mich. Statt Schnee und Eis war da Nebel und Regen, und der Boden scheint mir nicht gefroren zu sein. Da wurde ich neugierig auf Klima, und ein halbes Jahr später war ich in Spitzbergen umgezogen.

World Wide Web

Im Winter verbrachte ich viel Zeit damit, mir das Erstellen von Webseiten beizubringen. Einen Teil lernte ich indem ich die Codes bei anderen anklickte, anderes aus Büchern und Magazinen. Alte Freunde die immer noch mit Layout arbeiten, waren eine große Hilfe, und für einige Problemstellungen habe ich Dienstleistungen eingekauft.

Jetzt sind es bald zehn Jahre her, dass ich für Gruppen und Organisationen in Trondheim mit Layout gearbeitet habe, aber ich erinnere mich noch gut daran wie umständlich die Arbeit war. Deshalb lief es mir kalt den Rücken hinunter als ich im Dezember 2001 einsah, dass ich mir HTML beibringen lassen muss um zufriedenstellenden Resultaten zu kommen. 14-Stunden-Tage sind nichts neues, aber intensiv und anstrengend, und es ist etwas sonderlich Codierung-Probleme in der Nacht im Traum zu lösen. Heute haben die Seiten noch eine starke Nähe zu den früheren Erfahrungen mit statischem Layout für Papiermedien. Aber Schritt für Schritt werde ich mehr Bilder und einen Teil Sounddateien mit aufnehmen, um die Möglichkeiten der Netzmedien besser ausschöpfen zu können.

Das erste mal, dass ich auf den Begriff Hypertext stieß, war im Spätsommer 1990 in einem Gespräch mit Bjørn Sørenssen. (Der Filmklub druckte einen Text, in dem er Parallelen zwischen Egil Skallagrimsson und dem Samurai Clint Eastwood zog.) Ab Herbst 1998 bekam ich endlich Zugang zum Netz der Welt. Im August und September 2000 überlegte ich mir die Struktur für diese Website, und jetzt im Vorsommer 2002 ist sie endlich fertig implementiert. Es hat seine Zeit gedauert, aber jetzt kann ich die Texte vertiefen und sie in eigentliche Hypertexte umwandeln.

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